Zeichen für Gleichberechtigung in Warburg

(März 2026)

Zeichen für Gleichberechtigung in Warburg (März 2026)

Mitarbeitende und Gäste des Hauses Phöbe sowie des Bildungs-Instituts für Pflegeberufe folgten Am 9. März 2026 dem Aufruf, den das #TöchterKollektiv zum globalen Frauen*Generalstreik veröffentlicht hatte. Birgit Reiche, leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen, hatte diesen Impuls an die Arbeitsbereiche weitergegeben und betont: „Die bedrohlichen Zeiten brauchen ein schärferes Instrument als geduldige Demonstrationen – Gleichberechtigung ist eine tägliche Aufgabe.“

Um 11:10 Uhr versammelten sich die Teilnehmenden auf dem Hof von Haus Phöbe, um ein sichtbares Zeichen gegen die anhaltenden Ungleichheiten zu setzen. Als der laufende Sprachkurs im Bildungsinstitut die Aktion bemerkte, schlossen sich auch die Lernenden spontan an. Eine Teilnehmende formulierte ihre Motivation so: „Es ist wichtig, dass wir zeigen, dass Sorgearbeit und Gleichberechtigung nicht verhandelbar sind.“

Frauen aus unterschiedlichen Nationalitäten und Berufsgruppen – Pflege, Verwaltung, Küche, Sozialer Dienst und Ausbildung – erhoben ihre Faust. Unterstützt wurden sie von zahlreichen Männern, die ebenfalls ein Zeichen setzen wollten. Eine Person brachte es auf den Punkt: „Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern ist kein Frauenthema, sondern ein gesellschaftliches.“

Birgit Reiche erinnerte in ihrem Aufruf daran, dass die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen zwar nicht selbst zum Streik aufrufe, aber klar an der Seite derer steht, die Missstände benennen: „Wir machen Sorgearbeit sichtbar und stärken Frauen in schwierigen Lebenssituationen.“

Die starke Beteiligung in Warburg‑Rimbeck zeigte eindrücklich, wie sehr der Wunsch nach struktureller Gerechtigkeit die Menschen vor Ort bewegt.

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