Gemeinsame Wege mit indischen Auszubildenden

(Februar 2026)

Gemeinsame Wege mit indischen Auszubildenden (Februar 2026)

Bei einem Treffen in der Pflegeschule in Rimbeck haben sich (r.) Landrat Michael Stickeln, Anja Lücke (Leiterin Abteilung Alter, Pflege und Heimaufsicht des Kreises Höxter), Carolin Reitemeyer (Leiterin Haus Phöbe) und Silke Kaufmann (Leiterin des Bildungs-Instituts für Pflegeberufe) über die erfolgreiche Kooperation mit der Schwester-Hatune-Stiftung ausgetauscht. Die syrisch-orthodoxe Schwester Hatune Dogan (r.) hat erfolgreich acht junge Frauen aus Indien in den Pflegebereich der Region vermitteln – weitere sollen folgen.
 Foto: Kreis Höxter

In der Pflegeschule, das Bildungs-Institut für Pflegeberufe (BIP), in Warburg fand ein wertvoller Austausch statt, der die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit in der Pflege eindrucksvoll sichtbar machte. Im Mittelpunkt standen dabei die Erfahrungen von Silke Kaufmann, Leiterin des BIP Warburg, und Carolin Reitemeyer, Leiterin der Pflege-Einrichtung Haus Phöbe. Beide berichteten lebendig und mit spürbarer Wertschätzung von der Zusammenarbeit mit den indischen Auszubildenden im Bereich Pflegefachkraft, die derzeit in ihren Einrichtungen tätig sind. Sie schilderten, wie engagiert, wissbegierig und herzlich die jungen Menschen ihren beruflichen Weg gehen und wie sehr sie das Miteinander im Alltag bereichern.

Auch Michael Stickeln, Landrat des Kreises Höxter, der den Austausch initiierte, sowie die syrisch‑orthodoxe Nonne Hatune Dogan nahmen am Gespräch teil und begleiteten den Austausch mit großem Interesse. Bereits acht indische Auszubildenden wurden durch die Schwester‑Hatune‑Stiftung vermittelt, die seit vielen Jahren Brücken zwischen Menschen verschiedener Kulturen schlägt. „Was hier erreicht wurde, hat Vorbildcharakter für den gesamten Kreis Höxter – und auch weit darüber hinaus. Dieses Modell hat meiner Meinung nach ein sehr großes Potenzial, das wir im gesamten Kreisgebiet nutzen können. Deshalb möchten wir zeitnah gemeinsam eine Informationsveranstaltung organisieren, um die bisherigen Erfolge hier in Rimbeck vorzustellen. Ich bin sicher, dass sich viele heimische Pflegedienste und -einrichtungen für dieses erfolgreiche Konzept interessieren“, so Stickeln.

Schließlich sei insbesondere die Akquise von ausländischem Fachpersonal für die Pflegebranche eine sehr große Herausforderung, berichtet Carolin Reitemeyer, Leiterin der Pflegeeinrichtung Haus Phöbe in Rimbeck. Dort absolvieren derzeit vier der acht jungen Frauen aus Indien ein Praktikum. „Wir haben in unserer Einrichtung Menschen aus etwa zehn verschiedenen Herkunftsländern“, erklärt Reitemeyer. „Ohne diese Fachkräfte aus dem Ausland wäre die Aufrechterhaltung der Pflege nicht möglich. Aber der bürokratische Prozess, der für die Beschäftigung notwendig ist, ist teilweise enorm aufwendig.“ Die Zusammenarbeit mit der Schwester-Hatune-Stiftung verrringert die Hürden deutlich. „Es ist wirklich beeindruckend, mit welcher Zuverlässigkeit und Leistungsbereitschaft die jungen Frauen aus Indien ihre Ausbildung absolvieren“, hebt Silke Kaufmann, die Leiterin des BIP, hervor. Die Schwester-Hatune-Stiftung schafft derzeit Wohnraum für rund 30 junge Menschen in Warburg-Rimbeck, die zunächst vorrangig in den Pflegebereich auf dem deutschen Arbeitsmarkt vermittelt werden könnten. Landrat Stickeln möchte die Zusammenarbeit mit der Schwester-Hatune-Stiftung ausbauen, um junge Menschen aus Indien für unterbesetzte Berufsfelder im Kreis Höxter zu werben. Deshalb möchte er zeitnah eine Informationsveranstaltung mit den anderen Beteiligten organisieren, um die bisherigen Erfolge in Rimbeck vorzustellen.

Der Austausch im BIP Warburg zeigte eindrucksvoll, wie internationale Kooperation nicht nur Fachkräfte gewinnt, sondern auch menschliche Verbindungen schafft, die den Pflegealltag nachhaltig bereichern.

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